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Der Ochsenweg: Die kulturhistorische
Wirbelsäule von Schleswig-Holstein
Pinneberger Landtafel

Der „Ochsenweg“ ist erstmals auf der „Pinneberger Landtafel“ des Daniel Frese von 1588 eingezeichnet.

Der Name erinnert an die großen Ochsentriften („treiben“), die vom 14. Jahrhundert bis in das 19. Jahrhundert stattfanden. In diesem Zeitraum konnten viele westeuropäische Städte ihren Fleischbedarf nur durch zusätzlichen Ankauf von Lebendvieh, unter anderem aus dem Königreich Dänemark, decken.

In jedem Frühjahr wurden die Ochsen von Jütland aus in großen und kleinen Herden auf die Märkte nach Bramstedt, Itzehoe und Wedel an die Elbe getrieben. Von hier verkaufte man sie in die großen Städte bis in die Rheinlande und nach Holland.

Dieser Viehhandel und die Zolleinkünfte daraus waren insbesondere im 16.  und 17. Jahrhundert ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Es muss ein großartiges Spektakel gewesen sein, wenn innerhalb weniger Wochen bis zu 50.000 Tiere auf dem Weg getrieben wurden. Die Ochsentriften endeten Mitte des 19. Jahrhunderts mit dem Bau der Eisenbahn.